Büßlingen

In der ersten Urkunde aus dem Jahr 830 wurde Büßlingen als "Pusilinga" bezeichnet. Dieser Name ist vom Personennamen "Pusilo" abgeleitet, dem Sippenoberhaupt oder Ortskern der hier siedelnden Alemannen.

Blick auf Büßlingen

Ein Kleinod ist das sogenannte "Schlößli" im Dorf an der Kreuzung Schaffhauser Straße/ Zollstraße. Eine Tafel weist Jakob Ritzi als Besitzer aus und trägt die Jahreszahl 1610.

"Schlößli"

Die Kirche zum Heiligen Martin in Büßlingen ist eine der ältesten des Gebietes, eine Pfarrei bestand hier bereits um 1100. Im Jahr 1893 wurde das Kirchenschiff umgebaut und erweitert. Der im Kern alte Kirchturm wurde 1905 zusammen mit dem Chor im neugotischen Stil umgebaut.

Die ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Gemeinde hat sich zu einem schmucken Wohnort mit Kindergarten, Grundschule sowie der Körbeltalhalle (Mehrzweckhalle) entwickelt. Am Ortsausgang von Büßlingen schliesst sich direkt die Schweizer Gemeinde Hofen an.

Josefsbrunnen

Der römische Gutshof

Im Jahr 15 v. Chr. eroberten die beiden Adoptivsöhne Drusus und Tiberius des römischen Kaisers Augustus in zwei parallel laufenden Feldzügen gegen keltische Alpenvölker auch die heutige Schweiz. In den darauffolgenden 50 Jahren wurde der römische Herrschaftsbereich in unserem Raum bis auf die Schwäbische Alb und an den Neckar ausgedehnt.

Fundstück

Bis zur Mitte des 3. nachchristlichen Jahrhunderts blieb der südwestdeutsche Raum in römischer Hand. Die Versorgung der Bevölkerung und des römischen Heeres mit landwirtschaftlichen Produkten wurde durch Gutshöfe (villae rusticae) gesichert. Sie wurden sowohl von verdienten Kriegsveteranen des römischen Heeres als auch von Einheimischen bewirtschaftet. Die Größe eines Gutshofes betrug maximal (selten) etwa 1 00 ha, in der Regel waren die Güter kleiner.

Flächenmäßig gesehen ist der Büßlinger Gutshof mit insgesamt neun Gebäuden der zweitgrößte römische Gutshof in Baden-Württemberg und Bayern. Neben dem Herrenhaus wurden ein Tempel, ein Handwerkerhaus sowie mehrere Wirtschaftsgebäude freigelegt. Die Renovierung dieser Gebäude und die Erschließung mit Wegen wurde 1982 abgeschlossen.

 

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