Feuerbrandbekämpfung mit streptomycinhaltigen Mitteln wieder möglich!

LANDRATSAMT KONSTANZ

Feuerbrandbekämpfung mit streptomycinhaltigen Mitteln wieder möglich!


Die Bekämpfung der gefährlichen Feuerbrandkrankheit des Kernobstes ist zusätzlich zu den bekannten Schnitt- und Rodemaßnahmen in 2011 wieder mit den streptomycin-haltigen Mitteln „Strepto“ oder „Firewall 17 WP“ möglich. Die Regierungspräsidien haben eine Allgemeinverfügung erlassen, in der u. a. geregelt ist, dass die Anwendung von „Strepto“ bzw. „Firewall 17 WP“ nur im Erwerbsanbau und in Vermehrungsbeständen von Kernobst erlaubt ist, nicht aber im Streuobst oder im Haus- und Kleingarten. Obstbauern benötigen einen Berechtigungsschein von der Unteren Landwirtschaftsbehörde, Amt für Landwirtschaft, mit dem die Mittel eingekauft und angewandt werden dürfen. Im Erwerbsobstbau sind maximal zwei Anwendungen nur während der Blütezeit möglich. In Baumschulen sind höchstens 3 Behandlungen auch nach Hagel bis zum 26. Juli 2011 erlaubt. Die Wartezeit ist durch die zugelassenen Anwendungsbedingungen abgedeckt (F). Zu Gewässern muss bei allen Mitteln je nach Ausbringungsgerät ein bestimmter Mindestabstand eingehalten werden. Mäh-und Erntegut aus Unterkulturen behandelter Flächen darf im Behandlungsjahr nicht verfüttert werden. Die Mittel sind nicht bienengefährlich. Die Obstbauern sind jedoch verpflichtet, die Imker vor einer beabsichtigten Strepto- oder Firewall 17 WP-Anwendung zu informieren. Zu dem Kreis gehören diejenigen Imker, deren Bienenstöcke bis 3 km von der zu behandelnden Fläche entfernt sind. Die aktuellen Anwendungstermine werden während der Blüte mit Hilfe von Prognosemodellen berechnet und über die telefonischen Auskunftgeber durch die Landratsämter bekannt gegeben. Die Obstbauern haben die Anwendung von „Strepto“ und „Firewall 17 WP“ im Berechtigungsschein zu dokumentieren. Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung inzuhalten. Der Besitz von Berechtigungsscheinen und die Anwendung von „Strepto“ bzw. „Firewall 17 WP“ werden kontrolliert. Gleichfalls wird wieder ein Honigmonitoring durchgeführt, d. h., Honige von Bienenvölkern, die behandelte Anlagen beflogen haben, können vor dem Inverkehrbringen auf Rückstände von Streptomycin kostenfrei vom LTZ Augustenberg untersucht werden.

Nähere Informationen erhalten Sie beim Amt für Landwirtschaft (􀀋07531 / 800-2923) oder sind unter www.ltz-augustenberg.de zu finden.