Musterbeispiel für Bürger-Engagement

Mit einem beeindruckenden Jubiläumsabend hat die Freiwillige Feuerwehr Tengen den Veranstaltungsreigen zum 125-jährigen Bestehen eingeleitet. Kommandant Wolfgang Veit begrüßte rund 200 geladene Gäste in der Randenhalle.

Unter ihnen war der Bundestagsabgeordnete Peter Friedrich (SPD), Kreisbrandmeister Rolf-Jürgen Stoffel, Kreisverbandsvorsitzender Helmut Richter, Bürgermeister Helmut Groß mit dem Gemeinderat und Ortsvorsteher, Pfarrer Harald Dörflinger, sowie Abordnungen von den benachbarten Feuerwehren. Ein besonderer Gruß ging an die Feuerwehrfrauen.


Bürgermeister Helmut Groß gratulierte der Feuerwehr zu ihrem Jubiläum und bescheinigte ihr eine hervorragende Arbeit, die sich nicht nur im Feuerwehrwesen zeige. „Ich bin dankbar für das große Engagement der Feuerwehrmänner“, sagte Groß. Am Schätzelemarkt räumt die Wehr jedes Jahr den Geräteraum aus, damit die Gewerbeausstellung dort stattfinden kann. „Die Leistung am SWR 4-Regionenspiel, bei der sich die Feuerwehr verantwortlich zeigte, mit einer 4,6 Kilometer langen Wäscheleine war unbeschreiblich und gehört ins Guinessbuch der Rekorde“, stellte Groß klar. „Ich bin überzeugt, dass die Feuerwehr Tengen der Mittelpunkt der Stadt ist.“


Kreisverbandsvorsitzender Helmut Richter hatte auch nur lobende und anerkennende Worte für die Tengener Feuerwehr. „Wenn alle Feuerwehren im Kreis sich so engagieren würden wie Tengen, hätte noch kein Kreisfeuerwehrtag ausfallen müssen“, stellte Richter fest und gratulierte dem Bürgermeister zu seiner Feuerwehr. Der Bundestagsabgeordnete Peter Friedrich beglückwünschte die Feuerwehr zu ihrem 125-jährigen Jubiläum und war beeindruckt über das Bürgerengagement. Friedrich erinnerte aber auch an die großen Leistungen der Feuerwehren bei Einsätzen aller Art und betonte, dass auch die Geräte sorgsam gewartet werden müssen und deren Arbeit, um Einsätze schnell und reibungslos ausführen zu können.

Der Bundestagsabgeordnete lud eine Abordnung der Tengener Feuerwehr nach Berlin ein, um den Bundestag zu besuchen.
Kreisbrandmeister Rolf-Jürgen Stoffel ging in seiner Rede auf die zum Teil nicht ungefährlichen Einsätze ein und betonte, wie wichtig die Ausbildung in Bruchsal sei, zu der sich auch immer wieder Kameraden von Tengen zur Verfügung stellen. Die technische Ausstattung, die sich die Stadt Tengen leiste, sei kein Luxus, sondern ein Beitrag für die Sicherheit der Bürger, betonte Stoffel und dankte den Familien für ihr Verständnis am Feuerwehrdienst des Mannes oder Vaters.
Der Jubiläumsabend gab aber auch Anlass, um die 125 Jahre Revue passieren zu lassen. Von der Chronik ab dem Gründungsjahr 1885 bis 1945 erzählte Michael Maier. Thomas Maus rief die Jahre ab 1945 bis 1980 in Erinnerung und Sebastian Pfeffer berichtete von der Tätigkeit der Feuerwehr ab 1980 bis zum heutigen Tag. Viele Brände und andere Einsätze stellte die Feuerwehr zum Teil vor schwierige Aufgaben, wobei Wetterkapriolen die Arbeiten zum Teil erheblich erschwerten.

Vier Kreisfeuerwehrtage wurden in Tengen seit 1954 abgehalten und neun Kommandanten haben die Feuerwehr durch die 125 Jahre geführt und dafür gesorgt, dass die technische Entwicklung innerhalb der Wehr nicht zu kurz kam. An der Chronik mitgearbeitet haben: Rainer Müller, Thomas Maus, Wolfgang Veit, Klaus Preter, Andreas Zeller und Uwe Veit.

Die Randenmusikanten unter der Leitung von Rudolf Müller übernahmen die musikalische Begleitung der Veranstaltung.
(Text: Werner Muscheler)