Tengener Eiche erzielt Rekorderlös

Tengener Eiche erzielt Rekorderlös und Bürgermeister Helmut Groß freut sich über 2600 Euro.

Die wertvollste Eiche zur diesjährigen Versteigerung des Kreisforstamtes kommt aus Tengen. Die Forstverwaltung wertet die Versteigerung wertvoller Laubbäumen in diesem Jahr durchgängig als vollen Erfolg. Für Tengen war es aber besonders erfolgreich. „Das ist eine mehr als erfreuliche Information“, lobt Tengens Bürgermeister Helmut Groß das Ergebnis und fragte beim Kreisforstamt unverzüglich nach, wie hoch die Summe sei, die der klammen Stadtkasse zufließe. Dabei beziffert Martin Schreiner vom Kreisfortsamt den Gesamterlös des Stammes mit 2670 Euro. „Das sind 666 Euro je Festmeter“, so Schreiner.

„Für die Waldbesitzer konnten sehr gute Preise erzielt werden. Das Preisniveau lag bei Eichen über dem des Vorjahres“, freut sich Hans-Michael Peisert, der für die Versteigerung beim Kreisforstamt verantwortlich ist.

Die Baumstämme kamen aus Gemeinde- und Stadtwäldern, dem Staatswald und verschiedenen Wäldern privater Waldbesitzer. Insgesamt hat das Kreisforstamt 600 Kubikmeter auf den Versteigerungsplatz bei Böhringen zusammenfahren lassen.

Aus dem Stadtwald Tengen wurden von diesen ausgewählten qualitativ hochwertigen Stämmen 25 Kubikmeter Eschen und sieben Kubikmeter Eiche angeliefert. „Ein Eichenstamm aus dem Unzenholz bei Watterdingen mit einer Länge von fast sechs Meter und einen Durchmesser von fast 80 Zentimetern war bei den Käufern stark umkämpft“, berichtet Peisert. Diese Eiche erbrachte am Ende den höchsten Einzelstammerlös auf dem Böhringer Versteigerungsplatz.

Dabei war das Fällen notwendig. „Die Eiche lies in den letzten Jahren in der Belaubung stark nach und wäre abgestorben. Es war der beste Zeitpunkt für eine hochwertige Vermarktung des Baumes“, erklärt Revierförster Werner Hangarter. Die Forstwirtgruppe unter Leitung von Forstwirt Fritz Maier hat die Eiche im Tengener Stadtwald fachgerecht gefällt und aufgearbeitet. Hier war höchste Arbeitsqualität erforderlich.

Laut Kreisforstamt ist auch schon klar, wofür das Eichenholz genutzt werden soll: Aus der Eiche werden nun in verschiedenen Arbeitsschritten Holzfässer hergestellt. „In diesen Fässern soll zukünftig wertvoller hochwertiger Rotwein reifen“, verrät Schreiner. 

Text: Südkurier, Matthias Biehler

Das Revierteam im Stadtwald (von links): Forstwirt Fritz Maier, Revierförster Werner Hangarter, Aisha, Forstwirt Hans-Peter Frank, Forstwirt Jürgen Weber am teuersten Eichenstamm auf dem Lagerplatz Böhringen.